Das Versagen der Verkündigung - ein Diskussionsbeitrag von Johannes Eisleben

Kirche auf schlechtem Grund

Die beiden deutschen christlichen Amtskirchen werden in Deutschland durch die Deutsche Bischofskonferenz und das Präsidium der Evangelischen Kirche in Deutschland vertreten. Diesen Institutionen ist bewußt, daß nunmehr weniger als die Hälfte der Deutschen noch in einer der beiden Kirchen organisiert sind, während es 1951 noch 96 Prozent waren. Dies ist eine Halbierung in nur zwei Generationen, doch das Tempo der Erosion nimmt ständig zu.

Dies hat zwei wesentliche Gründe. Erstens sind immer mehr Menschen dem Glauben gegenüber indifferent. Sie sind nicht einmal mehr Atheisten, die sich bewußt von Gott abwenden, sondern die Frage nach Gott stellt sich ihnen einfach nicht mehr. Zweitens nimmt der Anteil der Menschen in Deutschland, die einen Glauben haben, der mit der abendländischen Kultur inkompatibel ist, durch Migration rapide zu: Der Islam ist mit der Scharia untrennbar verbunden. Sein Ziel ist die Herstellung der weltweiten Umma, das ist die Islamisierung der gesamten Menschheit und die Errichtung einer globalen Theokratie mit Unterwerfung aller Menschen unter die Scharia.

Wir haben es also mit einer geistlichen Krise im doppelten Sinne zu tun, einer Erosion des tradierten christlichen Glaubens in Kombination mit einer Bedrohung unserer partizipativ-rechtsstaatlichen Kultur mit institutioneller Verrechtlichung der Menschenwürde durch den Islam. Was sollte in dieser Situation die Aufgabe der Kirchen sein?

In dieser Situation sollten die Kirchen sich erstens offensiv zu unserem Glauben an den dreieinigen Gott, Vater, Sohn und Heiliger Geist, bekennen. Die christliche Religion umfaßt drei fundamentale transzendente Grundbekenntnisse: Gnade Gottes, Präsenz Gottes und Umkehr zu Gott (Metanoia). Die Gnade drückt sich in der bedingungslosen Liebe Gottes zum Menschen, der sich ihm glaubend zuwendet, aus. Durch Gnade, das heißt ohne jedwede Selbstoptimierung, wird uns die Befreiung (Martin Luther) aus den Ambivalenzen unserer Conditio humana, unserer Gottesferne und unserer Fehlerhaftigkeit (der Sünde), zuteil. Die Präsenz Gottes ist unsichtbar wirksam und personal erfahrbar. Sie drückt sich in seiner Incarnatio, der göttlichen Menschwerdung in Jesus von Nazareth, dem gekreuzigten und auferstandenen Christus aus.

„Wahrer Gott und wahrer Mensch“, „in der Einheit des Heiligen Geistes“ – das ist das trinitarische, das zentrale theologische Alleinstellungmerkmal des Christentums gegenüber dem Judentum, seiner Mutterreligion. In der Nachfolge Jesu Christi und in der Erwartung seiner Raum- und Zeitgrenzen transzendierenden Wiederkehr werden uns Hoffnung und Lebensmut geschenkt. Die Umkehr zu dem, der „die Welt im Innersten zusammenhält“ (Goethe), gibt uns den Mut, uns aktiv dem dreieinigen Gott in unserem Mitmenschen zuzuwenden.

Stark verkürzend dargestellt haben die wesentlichen Grundmotive des Christentums in der Aufnahme der griechischen Philosophie und des römischen Rechts das neuzeitliche Naturrecht mitbegründet. Sie haben in der Folge der lutherischen Reformation das moderne Amts- und Berufsethos stark geprägt. Diese Grundmotive haben, insbesondere in Deutschland, die europäische Aufklärung als notwendige Bedingung geprägt, die Fähigkeit zur Vergebung und Toleranz kanalisiert und somit ganz entscheidend zur Herausbildung eines auf Gewalt verzichtenden, auf Kooperation setzenden Gemeinwesens beigetragen.

Zweitens sollten die Kirchen auf die Art, wie sie es jahrhundertelang getan haben, vor den Gefahren des Islam als einer essentiell politischen, die Theokratie anstrebenden Religion warnen. Sie sollten die Politik dazu auffordern, die islamische Migration nach Deutschland zu stoppen und den Islam zurückzudrängen. Dies ist durch legale Repatriierung in Übereinstimmung mit dem Ausländerrecht und einer Abschaffung der doppelten Staatsbürgerschaft möglich. Denn sonst droht uns mittelfristig eine Auflösung der Rechtsstaatlichkeit und der modernen Zivilisation – keine islamische Gesellschaft weltweit taugt als Träger der einen noch der anderen. Doch die Kirchen leisten das Gegenteil.

Denn was das Bekenntnis anbelangt, sind führende Kleriker der EKD offenbar vom Glauben abgefallen und gar nicht mehr zur Verkündigung in der Lage. Dies wird offensichtlich, wenn man die „Elf Leitsätze für eine aufgeschlossene Kirche“ liest, die ein Arbeitskreis der EKD ausgearbeitet und im Juni veröffentlicht hat. Die Leitsätze haben der Kirche viel Kritik eingebracht, daher werden sie derzeit überarbeitet und Anfang November als 12 Leitsätze der Öffentlichkeit vorgestellt.

Wie ein prominenter Kritiker, der Theologe Günter Thomas, in sieben Thesen in den Zeitzeichen, einer evangelischen Publikation, gezeigt hat, vertreten die Leitsätze (1) die Vorstellung von der Kirche als einer politisch-moralischen „NGO-Bewegungskirche“ – vergleichbar mit Greenpeace oder Amnesty International, befürworten sie (2) NGO-Engagement ohne Kirchenmitgliedschaft, können sie (3) die Frage nicht beantworten, wie und warum Menschen zu Christen werden, schweigen sie (4) im wesentlichen zur Gottesfrage, können sie (5) kein überzeugendes Verständnis der Rolle von Laien in der Kirche entwickeln, bieten sie (6) keine sinnvolle Beschreibung der Rolle der Kleriker in der Kirche und sind (7) nicht in der Lage zu definieren, was das unverwechselbare Kernprodukt der Kirche sein soll.

In politisch korrekter, partizipial-gendernder, sanfter und gleichzeitig bei der Diskussion organisatorischer Aspekte kraß bürokratischer Sprache definieren die elf Leitsätze ein Zielbild der Kirche als einer Gesinnungs-NGO. Diese soll sich für „Menschenwürde und Menschenrechte, für Freiheit und Gerechtigkeit, für Frieden und Bewahrung der Schöpfung“ (zweiter Leitsatz „Frömmigkeit“) einsetzen. Das sind zwar würdige Ziele, doch hat das alles mit Verkündigung unseres Glaubens nichts zu tun.

Im Gegenteil, es geht den Autoren der elf Leitsätze um die Leugnung Gottes, was in zweifacher Hinsicht auffällt.

Erstens bringt der Text zum Ausdruck, daß die EKD die anthropologische Unvollkommenheit des Menschen (Sünde), die eine Fundamentalaussage des Neuen Testaments darstellt, erstmalig aktiv leugnet. Denn man tut so, als sei ein „sündloses“, politisch korrektes, moralisch gutes Handeln ein umstandslos mögliches, primäres Hauptprodukt menschlicher Aktivität. Doch eindeutig moralisches Handeln aufgrund sittlicher Gewissensimperative ist dem Menschen nicht möglich.

Denn solches Handeln ist nach Nicolai Hartmann, der auf der Grundlage der Einsichten von Max Scheler die bis heute differenzierteste und überzeugendste ethische Theorie entwickelt hat, nur durch Wertbewußtsein möglich. Wertbewußtsein ist die Einsicht in absolute ethische Werte, die jedem Menschen möglich ist, doch in der Praxis nur unzulänglich in Handlungen umgesetzt werden kann. Entweder weil der handelnde Mensch partiell „wertblind“ ist und für einen Teil der Werte kein Bewußtsein hat – so wie auch manche Menschen keine Einsicht in absolut gültige mathematische Zusammenhänge haben. Oder weil andere Motive, zum Beispiel Güterwerte, die Oberhand gewinnen. Daher ist menschliches Handeln nie moralisch rein, was für jeden Menschen im Phänomen des Gewissens erlebbar ist, das die Diskrepanz von eigenem Handeln und Werten anzeigt.

Der Mensch bedarf zum lebensdienlichen moralischen Handeln der Gnade Gottes. Von der Erlösungsbedürftigkeit des Menschen, seiner Sündhaftigkeit und seiner Angewiesenheit auf Erlösung ist keine Rede. Die EKD ist als Leugnerin der Gottesvergessenheit des Menschen also selbst zutiefst gottesvergessen. Ein solches Denken führt nicht zu moralisch richtigem Handeln, sondern allenfalls zu einem moralisch erratischen oder gar amoralischen Handeln.

Eine Kirche, die dies nicht betont, sondern sich tendenziell selbst zu einer buchstäblich gottlosen, moralischen NGO erklärt, in der es nicht mehr um den Glauben als Notwendigkeit zur Metanoia geht, sondern sie Glaube nur noch als eine diffuse „authentische Frömmigkeit“ (in Leitsatz 2) sieht, verläßt die fundamentalten Bekenntnisgrundlagen und begeht institutionellen Suizid.

Zweitens hat die Kirche gemäß ihrer zweitausendjährigen Tradition drei wesentliche Aufgaben: Martyria, Liturgia und Diakonia – Zeugnis vom und Verkündigung des Evangeliums in Predigt und Seelsorge sowie Armenfürsorge. Politisches Engagement ist nicht das Primärziel des Evangeliums. Matthäus schreibt: „Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist“ (22, 21), und Paulus sagt in Römer 13: „Jedermann sei untertan der Obrigkeit, die Gewalt über ihn hat.“ Der Glaube fragt nach meinem Verhältnis zu Gott und nicht nach dem Verhältnis zur Politik. Eine politisierte Kirche, die nicht nach dem Glauben fragt, ist keine Kirche mehr.

In der Katholischen Kirche ist die Bekenntniserosion noch nicht so weit fortgeschritten wie bei den Protestanten. Dies liegt zu einem guten Teil daran, daß der Spielraum, den die traditionelle katholische Dogmatik läßt, sehr viel geringer ist. Doch bei der Ausübung der zweiten Pflicht der Kirchen angesichts der heutigen Migrationslage versagen beide Kirchen gleichermaßen, beide warnen nicht vor der Islamisierung. Vielmehr streben beide Kirchen eine auf alle Menschen entgrenzte, globale Nächstenliebe an. Beide unterstützen aktiv durch Ausstattung von Transportschiffen die Migration über das Mittelmeer. Beide warnen nicht vor den die Zivilisation erodierenden Folgen der Massenmigration, sondern preisen Grenzenlosigkeit als Gebot des Altruismus. Beide postulieren in krasser Abwendung von unserer Dogmatik die Äquivalenz Allahs und des gnädigen dreieinigen Gottes. Doch gibt es zwischen beiden Gottesbildern keine Überschneidung. Der Glaube an Allah verpflichtet zu unmenschlichen koranischen Strafen und zum Kampf für die Umma, während wir an den gnädigen Gott des Neuen Testaments glauben. Der Islam muß vielmehr als ketzerische Usurpation einiger Inhalte des Alten Testaments angesehen werden.

In der Preisung des Islam und der Förderung von Massenmigration beweisen die Kirchen, wie leicht der Übergang vom scheinbar Guten zum Bösen ist, wenn man nicht mehr an Gott glaubt. So verfallen die Kleriker dem Bösen. Damit zerstören sich die Kirchen, wir Christen werden sie von unten neu aufbauen müssen.

Quelle: Erstveröffentlichung in Junge Freiheit, Nr. 44/20, 23. Oktober 2020, „Forum“


Sorge um den geistlichen Zustand der Kirche - wegweisende Vorschläge

Uwe Holmer schreibt offenen Brief an den Ratsvorsitzenden der EKD

Uwe Holmer ist ein deutscher Theologe, Pfarrer und Autor. Bekannt wurde er 1989/1990, als er Erich Honecker bei sich aufnahm. Vom 30. Januar bis zum 3. April 1990 gewährte er Margot und Erich Honecker Asyl in seinem Haus.

Hier den "offenen Brief" öffnen.


Die Krise der Kirche und ihre falschen Konzepte

Vielfältige Kritik am EKD-Zukunftspapier "Kirche auf gutem Grund - Elf Leitsätze für eine aufgeschlossene Kirche"

Offener Brief zu den "Elf Leitsätzen" des "Zukunftstams der EKD" von Pfarrer Dr. Hans-Gerd Krabbe, nachzulesen auf der Homepage des Gemeindenetzwerkes .

 

Der frühere Generalsuperintendent in Cottbus, der reformierte Theologieprofessor Rolf Wischnath (Gütersloh) ist überzeugt, in dem EKD-Zukunftspapier finden sich viele sprachliche, sachliche und gedankliche Defizite. Vor allem fehlt die theologische Reflexion. Bericht zum Nachlesen.


Eine Bankrotterklärung für die Kirchenführer

Das weichgespülte Evangelium und der Exodus aus den Kirchen

von Peter Hahne

Jedes Unternehmen würde das Management feuern. Ein Bundesligaverein den Trainer. Oder gleich Insolvenz anmelden. Beide ehemals großen „Volkskirchen“ verloren ...     hier weiterlesen


Warum wird keine klare Heilsbotschaft verkündigt?

Hilfeschrei einer Presbyterin

Maile Arnest ist Presbyterin in der Kirchengemeinde Sargenroth-Mengerschied im Kirchenkreis Simmern-Trarbach. Sie schrieb den hier veröffentlichten Artikel ursprünglich für die Pfarrer in ihrem Kirchenkreis. Sie gehört zu einem Gebetskreis.

 


Die Mitglieder dieses Gebetskreises empfahlen, den Text weiter bekanntzumachen. Das tun wir hier, weil es um den Hilfeschrei einer engagierten Christin geht, der sehr viel über die Lage der evangelischen Kirche aussagt. Übrigens: Ganz in der Nähe dieser Kirchengemeinde liegt der Ort Dickenschied, in dem Paul Schneider, der „Prediger von Buchenwald“, Pfarrer war. Diesen mutigen Zeugen des Herrn Jesus Christus haben die Nazis am 18. Juli 1939 im Konzentrationslager Buchenwald ermordet. Was das das Zeugnis dieses Märtyrers uns für die heutige Lage der evangelischen Kirche zu sagen hat, mögen die Leser bedenken und selbst entscheiden. Mich hat in dem Artikel von Maile Arnest die Erinnerung der Pfarrer an ihr Ordinationsgelübde besonders bewegt.    Ulrich Parzany


Wie geht es weiter in Sachsen?

Kirchenleitung nimmt Rücktritt von Landesbischof Rentzing an

Fast 20.000 Unterschrift auf der Plattform CitizenGo haben nicht bewirken können, dass der Landesbischof im Amt bleiben kann. Diese Zustimmung ist aber ein starkes Zeichen.

Nähere Infos unter www.idea.de


Leserbrief zu Artikel im Evangelischen Kirchenboten 42/2019

Leserbrief zu "Sächsische Kirche bestätigt rechte Texte von Rentzing"

Leider beteiligt sich der Kirchenbote mit der reißerischen Überschrift an der Demontage eines Landesbischofs. Eine würdige Aufmachung wäre möglich gewesen, wenn man den Fokus auf die im Bericht geschilderte Distanzierung Rentzings von seinen damaligen Aussagen, welche die sächsische Kirchenleitung für glaubwürdig hält, betont hätte. Die „verstörenden“ Aussagen von Rentzing liegen 30 Jahre zurück. Wo kämen wir als Kirche hin, wenn jeder auf seine Aussagen in der Studentenzeit, wo der freie Diskurs und die Meinungsbildung eingeübt werden soll, behaftet wird? Insbesondere wenn die klare Hinwendung eines Menschen zu Christus und das Wachstum im Glauben erst danach erfolgen. Als erstes müssten wir Paulus als Apostel absetzen.

In 1. Timotheus 3 steht als Anforderung an einen Bischof: „Ein Bischof aber soll untadelig sein, Mann einer einzigen Frau, nüchtern, maßvoll, würdig, gastfrei, geschickt im Lehren, kein Säufer, nicht gewalttätig, sondern gütig, nicht streitsüchtig, nicht geldgierig, einer, der seinem eigenen Haus gut vorsteht und gehorsame Kinder hat in aller Ehrbarkeit.“

Wir können nicht erkennen, an welchem Punkt dem Landesbischof Carsten Rentzing Fehlverhalten vorzuwerfen wäre, das seinen Rücktritt erforderlich machen würde. Der wahre Grund für die Eskalation ist „die anhaltende Kritik an seiner Person … Der Theologe lehnt unter anderem die Segnung homosexueller Paare ab.“ Wo sind wir als Kirche hingekommen? Die Position des Landesbischofs ist nicht „sehr konservativ“, sondern sie steht treu und wahrhaftig zur Heiligen Schrift und zum Bekenntnis.

Aber dies ist der links-grünen Gesinnung vieler Kirchenleute in Dorn im Auge. Deshalb hat man von Anfang an gegen den Landesbischof agitiert und jetzt über den Weg der Öffentlichkeit einen geistlichen Leiter demontiert, eine alles andere als christliche und geschwisterliche Umgangsweise. Dabei ist es doch bekannt, dass nicht wenige von denen, die heute in Amt und Würden sind, in ihrer Studentenzeit linken Ideologien angehangen sind, bis hin zum marxistischen Spartakusbund, ohne später jemals von einem Damaskuserlebnis berichtet zu haben. Jesus sagt: „Was siehst du aber den Splitter in deines Bruders Auge und nimmst nicht wahr den Balken in deinem Auge?“ Haben all die Agitatoren und Verleumder sich selbst vorher geprüft? Insbesondere für alle Geistlichen gelten alle Anforderungen aus 1. Timotheus 3; sind sie selbst ohne Fehl und Tadel?

Kirche als „Gemeinschaft der Heiligen“ muss sich lossagen von solchen politischen Intrigen und Machenschaften. Wer in dieser Art und Weise ein Kind Gottes angreift, wird sich einmal vor dem lebendigen HERRN verantworten müssen. Wir gehen davon aus, dass die Verheißung Gottes an Abraham auch innerhalb der christlichen Gemeinde anzuwenden ist: „Ich will segnen, die dich segnen, und verfluchen, die dich verfluchen.“

 

Wir beten für Bruder Rentzing, seine Kirche und seine Familie.

 

Netzwerk bekennender Christen - Pfalz

Karl Wuttke (Kaiserslautern), Friedrich Dittmer (Rockenhausen), Ulrich Hauck (Barbelroth),

         Prof. Dr. Helmut Meder (Weingarten), Traugott Oerther (Ilbesheim), Rainer Wagner (Frankeneck)


Nach der skandalösen Schmutzkampagne in Sachsen

Petition: Landesbischof Dr. Carsten Rentzing soll im Amt bleiben!

Es ist eindeutig, dass sich Landesbischof Dr. Rentzing aktuell nichts, das einen Rücktritt rechtfertigen würde, hat zuschulden kommen lassen!

Deshalb ist es nötig, ihn gegen den ausgeübten Druck und die gegen ihn gestartete Schmutzkampagne in Schutz zu nehmen, und für seinen Verbleib im Amt einzutreten, damit die Intriganten nicht die Oberhand behalten.

Da der gesamte Vorgang auch eine politische Dimension hat, sind nicht nur die direkt betroffenen evangelischen Christen, sondern alle aufrechten Demokraten gefordert, mit der beistehenden Petition an die zuständigen Gremien der sächsischen Landeskirche ein deutliches Zeichen der Solidarität mit Landesbischof Dr. Rentzing zu senden!


Chefredakteur Hartmut Metzger in der Kritik

Antisemitismus im pfälzischen "Evangelischen Kirchenboten"

Der Antisemitismusbeauftragte der deutschen Bundesregierung fordert Konsequenzen, wohlfeile Apelle sind alles, wozu die Landeskirche sich durchringen kann ...

 

Den ganzen Bericht von Stefan Frank finden Sie hier.


Ulrich Kronenberg

4441 - Zustand der Landeskirche

Pfarrer Ulrich Kronenberg (Speyer) hat sich in einem Artikel im Pfälzischen Pfarrerblatt mit den hohen Austrittzahlen aus unserer Kirche beschäftigt. "Nun haben wir es schwarz auf weiß im Amtsblatt unserer Landeskirche stehen: 4441 Glieder unserer Kirche sind im Laufe des Jahres 2017 ausgetreten. ... Meiner Einschätzung nach haben wir die Schärfe der christlichen Botschaft, die Kraft des eifernden Gottes, theologisch weithin derart weichgespült, dass viele Menschen von dieser Landeskirche nur eines erwarten bzw. erhoffen: dass ihr irgendwann der finanzielle Sprit ausgeht und man von derartigen religiös garnierten Trivialitäten verschont wird."

Diesen ganzen herausfordernden Artikel ist hier zu lesen:


Zur Kampagne gegen Landesbischof Dr. Carsten Rentzing

Die Kirche als rotgrüne Sekte oder als Kirche Gottes?

Ein Beitrag des Historikers Dr. Klaus-Rüdiger Mai ist HIER zu lesen.


Resolution zum Bekenntnisstand der Landeskirche und Änderung des § 2 der Kirchenverfassung

Gegenwärtig nehmen die Bezirkssynoden Stellung zu einem Antrag auf Änderung des § 2 der Kirchenverfassung (Bekenntnisartikel), über den die Landessynode im Frühjahr 2019 abstimmen wird. Diese Änderung hätte gravierende Folgen, deshalb hat der NbC-Vertrauensrat eine Resolution dazu verfasst. Diese Resolution werden wir auf der Profilkonferenz näher erläutern und um Unterstützung unserer Mitglieder bitten.


Es brennt im Schwabenland!

Unter dieser Überschrift informiert das „Netzwerk Bibel und Bekenntnis“ über einen Radiobericht des DLF (Deutschlandfunk), der über Auseinandersetzungen in der Evangelischen Kirchengemeinde Hegnach (bei Waiblingen/ Baden-Württemberg) berichtet hatte.

 

Was treibt einen öffentlich-rechtlichen Radiosender an, Ulrich Parzany und andere protestantische Christen, die treu im Glauben an der biblisch-reformatorischen Schriftauslegung festhalten, als „ultra-evangelikal“ abzustempeln? Wie journalistisch unsauber und diskreditierend dabei vorgegangen wurde, zeigt sich daran, dass der Begriff „evangelikal“ nicht definiert, sondern einfach dem Begriff „liberal“ gegenübergestellt wird. Und durch die Hinzufügung von „ultra“ geschieht die Einordnung in die unterste Schublade. Die Assoziation an gewaltbereite und zündelnde „Ultras“ aus den Sportstadien wird dabei gerne in Kauf genommen. Dafür spricht auch, wie aus sehr zuverlässiger Quelle zu erfahren war, dass die ursprüngliche und inzwischen veränderte Überschrift über dem DLF-Bericht lautete: „Rechtsgläubig? Eine schwäbische Kirchengemeinde vor der Zerreißprobe“. Das ist die häufige Masche, um einer inhaltlichen Auseinandersetzung aus dem Weg zu gehen, man stellt andere Meinungen einfach in die vermeintliche Nazi-Ecke.

 

So findet man auch nicht Substantielles, was Pfarrer Bernhard Elser vorgeworfen wird. Man stützt sich unter anderem auf einen von ihm geschriebenen Sprechgesang „Luther-Slam“ zum Reformationstag. Bei den daraus aufgestellten Vorwürfen gegen Pfarrer Elser, wie zum Beispiel „die Schrift legt sich selbst aus“, merkt der DLF nicht einmal, dass dies gar nicht die Privatmeinungen des Pfarrers sind, sondern lutherische Lehre und reformatorische Theologie.

 

Betet für Pfarrer Bernhard Elser, für den Kirchengemeinderat und für die Gemeinde!

 

Betet, für Kraft und Weisheit durch den Heiligen Geist, dass das Wort Gottes in Klarheit und Wahrheit verkündet wird, dass Menschen durch das Evangelium gerettet werden und die Gemeinschaft der Heiligen gestärkt wird und zueinandersteht.

 


Leserbrief ideaSpektrum

Ist das Projekt „Netzteufel“ dem Teufel auf den Leim gegangen?

In der Ausgabe Nr. 21 vom 24. Mai 2018 berichtete ideaSpektrum über ein von der EKD unterstütztes
Projekt der Evangelischen Akademie in Berlin mit dem Namen „Netzteufel“. Die
Internetseite „Netzteufel“ will nach eigenen Angaben gegen sog. „Hate Speech“ (Hassreden)
im Namen des christlichen Glaubens vorgehen. Pfarrer Ulrich Hauck (Barbelroth), Mitglied im
Vertrauensrat des Netzwerkes bekennender Christen - Pfalz (NbC-Pfalz) und des Bruderrates
des Gemeindehilfsbundes, schrieb daraufhin einen Leserbrief an IdeaSpektrum, den wir hier
in der ungekürzten Fassung veröffentlichen.


Die Evangelische Akademie Berlin bekämpft mit finanzieller Unterstützung der EKD ihrer
Meinung nach „menschen- und demokratiefeindliche Positionen“, wie z.B. „Der Islam bedroht
uns“, „Homosexualität bedroht Gottes Ordnung“ und „Der Genderwahnsinn ist reine
Ideologie“.
Aber ist der Islam nicht tatsächlich eine Bedrohung für viele Christen und andere Glaubensrichtungen
im In- und Ausland? Ist der Islam nicht tatsächlich eine Bedrohung für jede freiheitliche,
demokratische Grundordnung? Warum hat die „Organisation für islamische Zusammenarbeit“,
der 56 Staaten angehören, bis heute nicht die UN-Menschenrechtscharta
unterschrieben? Warum kennt der Islam keine Trennung von Staat und Religion, sondern
zielt langfristig auf die Einführung der Scharia und die Islamisierung von Staaten?
Was ist falsch an der Aussage „Homosexualität widerspricht der biblischen Schöpfungsordnung
Gottes“? Und wenn selbst der renommierte Evolutionsbiologe Prof. Dr. Ulrich Kutschera
die „Gender Studies“ als „unwissenschaftlichen Unsinn“ bezeichnet und in seinem Buch
„Gender-Paradoxon“ die Schlussfolgerung zieht: „Eine Humanwissenschaft ohne biologische
Grundlage ist unsinnig“ (Quelle Wikipedia), weshalb soll man dann dies nicht als „Ideologie“
bezeichnen dürfen?
Ist das Projekt „Netz-Teufel“ der Evangelischen Akademie vielleicht selbst dem Teufel auf
den Leim gegangen? Werden in deren Aussagen nicht gerade menschen- und demokratiefeindliche
Positionen geschützt und Gottes Wort in diabolischer Weise in sein Gegenteil verkehrt?
Werden hier nicht Christen, die am Wort Gottes festhalten, diskriminiert, ausgegrenzt
und im Internet an den Pranger stellt? Ist es wieder en vogue, andere Meinungen und Positionen
so zu bekämpfen? Das würde mich an dunkelste Zeiten deutscher Geschichte in zwei
Diktaturen erinnern.
Wie zur Zeit der Reformation oder der Barmer Theologischen Erklärung ist es dringend notwendig,
wieder das Wort Gottes als alleinigen Maßstab zu gewinnen und zu bekennen. Am
Sonntag, den 3. Juni, sagt das Predigtwort aus Jeremia 23 über die falschen Propheten: „So
spricht der HERR Zebaoth: Hört nicht auf die Worte der Propheten, die euch weissagen! Sie
betrügen euch, sie verkünden euch Gesichte aus ihrem Herzen und nicht aus dem Mund des
HERRN. … Siehe, es wird ein Wetter des HERRN kommen voll Grimm und ein schreckliches
Ungewitter auf den Kopf der Gottlosen niedergehen.“