"Du sollst nicht bei einem Mann liegen wie bei einer Frau; es ist ein Gräuel." (3. Mose 18, 22)

Auseinandersetzung um Schrift und Bekenntnis geht weiter

Im März 2019 hatte auch die Synode der württembergischen Landeskirche Segnungsgottesdienste für gleich-geschlechtliche Paare ermöglicht. Dies geschah unter heftigen theologischen Auseinandersetzungen und endete mit einer enttäuschenden Abstimmung, insbesondere weil einige derjenigen, von denen man annehmen durfte, dass sie an Schrift und Bekenntnis gebunden sind, für die Ermöglichung gestimmt haben.

Der württembergische Arbeitskreis des Netzwerkes für Bibel und Bekenntnis stellt sich dagegen und hat eine Hand-reichung für Kirchengemeinderäte herausgegeben: "Was Gott nicht segnet, kann die Kirche nicht segnen!"

Darauf reagiert hat das Professorium der theologischen Fakultät Tübingen. Mit ihrer menschlichen Erkenntnis stellen sie sich über Gottes Wort und behaupten, "dass Gottes Schöpfung diverser ist, als man das in früheren Jahrhunderterten wahrzunehmen vermochte". Weiter unterstellen dem Arbeitskreis Netzwerk Bibel und Bekenntnis, sie würden Homosexuelle diskriminieren.

Darauf geantwortet hat Pfarrer Dr. Tobias Eißler, Vorsitzender des württembergischen Arbeitskreises mit "Vier offenen Fragen". Man darf gespannt sein, ob das Professorium der theologischen Fakultät gewillt und in der Lage ist, auf diese Fragen einzugehen.


Theologisches Zeitzeichen von Johann Hesse

"Und solche sind einige von euch gewesen." (1. Kor. 6, 9-11) -

Homosexualität und die verändernde Kraft des Evangeliums


Vortrag auf dem Studientag "Heilsame Lehre" 2019 in Siegen

Markus Hoffmann: Biblisch seelsorgerliche Aspekte zum Umgang mit Homosexualität

In einem seelsorgerlich tiefgründigen Vortrag fordert Markus Hoffmann zu einem differenzierten und empathischen Umgang mit Homosexualität und homosexuell empfindenden Menschen in Gemeinden heraus.


Kommentar von Johann Hesse zum angekündigten Verbotsgesetz sog. Konversationstherapien

Schwulsein als Dekret

Das CDU-geführte Bundesgesundheitsministerium hat den Entwurf für das im Sommer angekündigte Verbotsgesetz ausgearbeitet, das sog. Konversionstherapien weitgehend verbieten soll. Weil es sich bei Konversionstherapien um „so erhebliches Verhaltensunrecht“ handele, müssten die Regelungen im Strafrecht verankert werden. Eine Verankerung z. B. im Berufsrecht, die bereits jetzt Ärzten und Therapeuten die Anwendung bestimmter Behandlungen verbietet, sei nicht ausreichend, da ein „persönlicher Tadel des Betreffenden von Seiten der Gesellschaft“ nötig sei. Bei Minderjährigen sollen Konversionstherapien grundsätzlich verboten werden. Bei Jugendlichen zwischen 16 und 18 Jahren soll eine Behandlung erlaubt sein, wenn nachgewiesen werden kann, dass die Person über entsprechende Einsichtsfähigkeit verfügt, um Risiken der Therapie einschätzen zu können. Das Behandlungsverbot gilt besonders dann, wenn Betroffene einem Willensmangel unterliegen, der durch Täuschung, Irrtum, Zwang oder Drohungen herbeigeführt werden könnte. Therapeuten, Seelsorgern oder auch Eltern wird in solchen Fällen mit einer Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr gedroht. Für Erwachsene allerdings, die nicht einem Willensmangel unterliegen, also nicht Irrtum, Zwang oder Drohungen ausgesetzt sind, gilt das Selbstbestimmungsrecht. Sie sollen dem Entwurf zufolge weiterhin entsprechende Therapien in Anspruch nehmen dürfen.

 

Allerdings wird es in Zukunft wohl schwer werden, überhaupt Informationen über entsprechende Angebote zu erhalten. Der Bundesgesundheitsminister will mit dem Gesetz auch die Werbung für Konversionstherapien verbieten. Bei Jugendlichen soll das Bewerben, Anbieten und Vermitteln entsprechender Angebote grundsätzlich, bei Erwachsenen das öffentliche Werben und Vermitteln verboten werden. Verstöße dagegen könnten mit einem Bußgeld von bis zu 30.000 Euro geahndet werden. Die Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung soll zur zentralen Meldestelle werden. Sie soll Berichte über Konversionstherapien sammeln und an die zuständigen Staatsanwaltschaften weiterleiten.

 

Junge Menschen, die ihre homosexuellen Empfindungen zu Recht als falsch und widernatürlich erleben, werden mit diesem Gesetzesentwurf in eine totalitär verordnete Zwangsjacke gesteckt. Ein 14-jähriger, der unter seinen homoerotischen Empfindungen leidet, diese ablehnt und bekämpfen will, darf weder von Eltern noch Pastoren oder Therapeuten dabei unterstützt werden, gegen seine homosexuellen Empfindungen vorzugehen. Er soll keine Hilfe erhalten dürfen. Der Gesetzgeber verordnet ihm das Schwulsein per Dekret. Erwachsene sollen zwar weiterhin Therapieangebote wahrnehmen können, doch sie sollen gar nicht erst erfahren, dass es Alternativen zur ausgelebten Homosexualität gibt. Dieser Gesetzesentwurf ist ein radikaler Angriff auf die Schöpfer- und Erlösungsabsichten Gottes. Gott der Schöpfer will, dass der Mensch seine Sexualität ausschließlich in der Ehe von Mann und Frau lebt. Und Gott der Erlöser will, dass wir aus sexuellen Fehlprägungen, die uns in einer gefallenen und von Sünde gezeichneten Schöpfung anhaften, befreit werden. Jesus Christus, der gekreuzigte und auferstandene Sohn Gottes, kann uns aus solchen bi-, homo- oder transsexuellen Prägungen befreien. Wer seinem Ruf zur Umkehr folgt, kann die verändernde Kraft des Evangeliums bis hinein in die sexuelle Orientierung erfahren. Dieses Alternativangebot Gottes werden wir immer verkündigen, koste es, was es wolle.

 


Verbot von Konversionstherapie: Haben Homosexuelle kein Recht auf Veränderung?

"Und solche sind einige von euch gewesen." (1. Kor. 6, 9-11) -     Die verändernde Kraft des Evangeliums

In seiner Predigt zum Ewigkeitssonntag spricht Johann Hesse zu Fragen der Homosexualität und macht deutlich, dass

das geplante Gesetz der Bundesregierung durchdrungen ist von einem gefährlichen, totalitären, antichristlichen Geist, der sich gegen den Kern des Evangeliums richtet, nämlich gegen das Kreuz Christi und gegen die geöffnete Tür zur Ewigkeit.


Nun auch Württemberg.                                                                                     Was nun? Was tun?

Nun hat auch die Landessynode der Evangelischen Landeskirche in Württemberg die öffentliche Segnung gleichgeschlechtlicher Paare möglich gemacht.

In einer Stellungnahme erläutert Pfarrer Ulrich Parzany, was das theologisch und für die Einheit der Kirche bedeutet.


Ein Votum von Pfr. Dr. Tobias Eißler: Nein zum Segnungsgottesdienst für gleichgeschlechtliche Paare

Das Amtsgelübde jedes Pfarrers und jedes Kirchengemeinderats verpflichtet dazu, Sorge dafür zu tragen, „dass die Kirche in Verkündigung, Lehre und Leben auf den Grund des Evangeliums gebaut wird“, und darauf achtzuhaben, „dass falscher Lehre, der Unordnung und dem Ärgernis in der Kirche gewehrt wird“. Es gibt Anlass, die Verpflichtung dieses Gelübdes ernst zu nehmen.

 

Herr Landesbischof D. July hat in die Synode im November 2018 ein Gesetz zur Einführung eines Gottesdienstes eingebracht, in dem gleichgeschlechtliche Paare gesegnet werden sollen. Dieses Gesetzesvorhaben widerspricht Schrift und Bekenntnis und ist dazu geeignet, die Einheit der württembergischen Landeskirche zu zerbrechen. ...

 

Es könnte sein, dass es heute um nicht weniger geht als um den Anfang vom Ende der einen evangelischen Landeskirche.